©Marco2811 - Fotolia

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Seit dem 13. Dezember 2014 ist in allen Mitgliedsstaaten der EU die neue Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) verbindlich zur Anwendung vorgeschrieben.

An dieser Stelle gehen wir einen Einblick*, welche Pflichtangaben aktuell für die Abgabe von unverpackter Ware und Ladenpackungen gelten:

Unverpackte Ware (sogenannte „lose Ware“)

  • enthaltene Zusatzstoffe
  • enthaltene Allergene
  • Eine Irreführung muss ausgeschlossen werden, d. h. es muss z. B. kenntlich gemacht werden, wenn kakaohaltige Fettglasur verwendet wird, wo der Verbraucher Schokolade erwartet.

Wie die Angabe der Allergene zu erfolgen hat, darüber wurde eine vorläufige Vorschrift erlassen. Die Information muss schriftlich zur Verfügung stehen. Es sind mehrere Lösungen denkbar, von einer Kladde, die sowohl Zusatzstoffe und Allergene enthält (ergänzt mit kleinen Zahlen auf dem Preisschild) bis hin zu einem Ausdruck der Informationen auf Nachfrage an der Kasse.

Ein schwer greifbares Problem sind Kreuzkontaminationen. Aufgrund der Enge bei der Herstellung und in der Verkaufstheke sind unbeabsichtigte Spuren eines nicht als Zutat enthaltenen Allergens kaum auszuschließen. Auch hier wird ein entsprechender Hinweis für die Kunden empfohlen.

Das Thema Kennzeichnung der Zusatzstoffe gestaltet sich etwas schwieriger. Es sind nur solche Zusatzstoffe verpflichtend anzugeben, die noch eine technologische Wirkung ausüben. Hier gibt es schon Unterschiede zwischen fertig gebackenen Waren und Teiglingen. Enthält ein Zusatzstoff allerdings einen Träger, der zu den Allergenen zählt, so ist dies auf jeden Fall anzugeben.

Ladenpackungen

Dabei handelt es sich um Packungen, die im Hinblick auf ihren unmittelbaren Verkauf abgepackt wurden. Diese sind zu kennzeichnen wie lose Ware. Da der Zeitraum „unmittelbarer Verkauf“ nicht näher bestimmt ist, gibt es hier unterschiedliche Ansichten, ab wann eine Fertigpackung vorliegt und demnach komplett gekennzeichnet werden muss. Am wahrscheinlichsten ist die Variante, dass es sich nur um wenige Stunden handelt.

Der aktuelle Verordnungsentwurf sieht Folgendes vor:

Diese Ausnahme von der Kennzeichnungspflicht gilt nur, solange die Waren nicht in Selbstbedienung abgegeben werden (so war auch die bisherige Regelung).

Bei Abgabe in Selbstbedienung sind die Waren komplett zu kennzeichnen, mit Ausnahme der Nährwertkennzeichnung.

 

*„Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass unsere Informationen auf unserer Homepage, insbesondere die LMIV betreffend, rein informatorischen Charakter haben und keinen rechtlich verbindlichen Inhalt. Wir bitten daher um Verständnis, dass für deren Richtigkeit keine Gewähr übernommen wird.“


Der Berg Back-Service:

Unser Team berät und unterstützt Sie bei folgenden Themen:

– korrekte Kennzeichnung Ihrer Backwaren nach den Vorgaben der LMIV
– kundenspezifische Deklarationen, angepasst an die Rezepturen
– Nährwertberechnungen zu unseren Produkten
– Allergenmanagement
– Qualitätssicherung/-management
– vegane und vegetarische Produkte u.v.m.

Unser Team verfügt über das fachliche Know-how und besucht regelmäßig Fortbildungen zu den neuesten Entwicklungen bei der Deklaration von Lebensmitteln.